Verbesserung der Lebensqualität – Teil 2

Verbesserung der Lebensqualität – Teil 2

Wie es sich die Stabsstelle Bundesgartenschau 2021 vorstellt

Aufgrund meines Artikels und Videos zu den Planungen für den Erfurter Norden, oder besser für den Bereich Hanoier / Berliner Straße gab es ja einige Reaktionen. Eine davon war eine Einladung der Stabsstelle Bundesgartenschau 2021 der Stadt Erfurt zu einem Gespräch.

Eine kurze Einordnung, die Stabsstelle ist quasi das Bindeglied zwischen den Veranstaltern der BuGa 21, der Bundesgartenschau Erfurt 2021 gemeinnützige GmbH, und der Stadt Erfurt. Die GmbH ist dabei für die BuGa selber zuständig, und die Stabsstelle für die bleibenden Änderungen.
Das Gespräch mit Frau Neumann, Teilprojektleiterin und Stabstellenleiter Herr Siegl fand schon am 06.08.18 statt und seitdem überlege ich, wie ich das Ergebnis in ein Video packen kann. Habe mich letztlich für eine Art Trickfilm entschieden um das überaus konstruktive Treffen zu beschreiben.

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Wohnpark Rieth vom Sportplatz aus gesehen.

Wir haben uns über den Teil ausgetauscht, der die BuGa betrifft, und somit auch durch die Akteure beeinflusst werden kann.
Das bedeutet, wir reden über das Areal des Parkes, über die bisherige Hanoier Straße und zwar bis etwa zur Bürgersteigkante an der Hausseite.
Zum Projekt Berliner Terrassen ist noch zu sagen, dass hier scheinbar noch gar nicht so viel sicher ist, wie es in einigen Interviews anklang und vor der BuGa wohl nicht mit Baumaßnahmen zu rechnen ist.

Kommen wir nun zu den Plänen.

Die Hanoier Straße wird, wie schon im ersten Video erklärt, zurück gebaut und bekommt einen Wendehammer vor dem kleinen Wäldchen, abgeschlossen durch eine Begegnungsstelle mit Sitzgelegenheiten.
Die sichtbare Grünfläche samt der Brücke wird sich dahingehend ändern, dass die Brücke komplett erneuert und der Anstieg zur Brücke Barrierefrei gestaltet wird, dazu in einem extra Video die nächsten Tage mehr.

Die befürchteten Abholzungen des Grüns auf der Parkseite, welches jetzt den Park von der Hanoier Straße trennt, findet mit der goldenen Axt statt, wie Herr Siegl versicherte. Hier soll das Wäldchen weitestgehend erhalten bleiben, auch weil dort diverse Tiere wie Hasen und Igel sich gute Nacht sagen. Und noch diverse Insektenarten dieses kleine aber feine Territorium bewohnen.
In der Hauptsache fallen die wild wuchernden Büsche auf ganzer Länge der Kettensäge zum Opfer.
Dafür werden jedoch auf dem jetzigen Platz der Hanoier Straße neue Carrés in unterschiedlichsten Ausprägungen entstehen.

Das Grün am Sportplatz

Diesen Anblick wird es dank Berliner Terassen so bald nicht mehr geben. Sportplatz an der Warschauer Strasse.

Beginnend zwischen dem Wäldchen und dem Wohnhaus mit einem Streuobsthain, wobei hier geplant ist auf alte Obstsorten zu setzen.
Im weiteren Verlauf folgen noch Carrés mit Kinderspielplätzen, auch integrative Spielmöglichkeiten sind geplant, ein zentrales Carré wird ein Wasserspiel enthalten und andere einfach nur Sitzgelegenheiten oder Pflanzen.
Diese Bepflanzung setzt sich bis zur Warschauer Straße über den jetzigen Sportplatz fort. Wobei Letzterer vollständig zurückgebaut und mit Bäumen bepflanzt wird.
Soweit die Planungen für diesen Bereich.

Erfreulich war die offene Art des Gespräches und die Realitätsnähe von Frau Neumann und Herrn Siegl.
Mein Einwurf: „Die Planung hört sich gut an, sieht bestimmt auch toll aus. Zumindest die erste Zeit. Aber wie sieht die langfristige Planung in Fällen von leider zu erwartenden Vandalismus aus und besser einzuschätzen, wie sieht die langfristige Planung des Unterhaltes und der Grünpflege aus? Der Berliner Platz war seinerzeit auch ein prachtvolles Gesamtwerk. Aber nach recht kurzer Zeit ein Fall für den totalen Abriss.“
Und ich meine nicht die angehobenen Bodenplatten, klarer Planungsfehler bei der Auswahl der Bäume, aber die Blumenbeete hätte man durchaus Pflegen können, oder die Statuen reinigen etc.

was soll sowas? - © FotoGlut - Michael Stollmann

zerstörter Baum im Wohnpark Rieth

Hier verwies Herr Siegl darauf das man aus den Fehlern gelernt hat und mehrere neue Stellen in den entsprechenden Abteilungen bei der Stadt Erfurt geschaffen hat.
Gegen den Vandalismus ist die Stadt im Grunde machtlos. Sie kann verständlicherweise nicht rund um die Uhr das Ordnungsamt in jeden Bereich des Parks patrouillieren lassen. Hier setzt sie auf den Menschenverstand der Nutzer des Parks und auch auf das ein oder andere offene Auge und Ohr der Anwohner.

Ebenso haben wir uns über zwei andere Probleme ausgetauscht, die sich einfach aufdrängen.

Punkt 1, die Toilettensituation.

Der Istzustand ist recht einfach, es gibt keine und die Menschen verrichten ihre Notdurft in den Büschen.
Wenn man aber den Park weiter aufwerten möchte und als Begegnungsstätte aufbauen möchte, in der man sich gerne und lange aufhält, muss dieses Problem gelöst werden.
Die Stadt prüft hier derzeit diverse Modelle.

Punkt 2: Schatten!

Dank der Abholzung der vergangenen Jahre gibt es im Grunde kaum noch Schattenplätze an denen man sich aufhalten kann.
Hier habe ich eine Idee ins Spiel gebracht, wie ich sie von diversen Wanderwegen kenne. Überdachte Sitzgruppen. Diese bieten, richtig aufgestellt, Schutz vor Regen und Sonne und laden zum Verweilen ein.
Dazu könnte man zum Beispiel an der ein oder anderen Stelle auch einen mit Steinen eingefassten Grillplatz einrichte, an dem mitgebrachte Grills betrieben werden können und wo beim Umfallen des Grills keine Brandgefahr besteht, in Sommern wie diesem.

Einen dritten Punkt haben wir auch noch gestreift, aber keine wirkliche Lösung gefunden.

Das Müllproblem.

Allerdings muss ich hier eine Lanze für die meisten Parknutzer aussprechen. Bis auf einige Jugendliche denen scheinbar schon der Genuss eines Bieres reicht um jegliche soziale Kompetenz zu verlieren, sammeln die meisten den mitgebrachten Müll wieder ein und bringen ihn in Tüten verpackt zumindest zu den wenigen Mülleimern.

Müll - © FotoGlut - Michael Stollmann

Ein weiterer vermüllter Platz,

Gäbe es jetzt nicht 2 Gruppen in diesem und anderen Parks, könnte die Müllabfuhr am nächsten Morgen den Müll einfach aufnehmen und gut wäre.
Gruppe 1 sind besagte Jugendliche die nach dem zweiten Schluck Bier es eine gute Idee finden, mit den Mülltüten Fußball zu spielen.
Die zweite Gruppe sind die überaus schlauen Elstern und Krähen.
Diese wissen sehr genau, dass in den Tüten noch genügend Leckereien sind und wie man die Tüten zerfetzt haben diese Vögel leider auch schon recht gut gelernt.
Hier die Bitte, nehmt den Müll, wenn es irgend geht, wieder mit nach Hause und entsorgt ihn dort.

In der nächsten Folge geht’s dann um den Park und die Vorhaben als solche. Bis dahin freue ich mich auf eure konstruktiven Vorschläge, Wünsche und Träume für die Gegend.

Euer Micha

Die Vorhabenpläne sind hier einsehbar.

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